Creative Peacebuilding

Creative Peacebuilding

Projekt zur Förderung von Kulturschaffenden aus Konfliktregionen – Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Russland, Ukraine

Vor allem in (Post-)Konflikt-Gesellschaften, in denen sich klassische Instrumente der Friedensschaffung oftmals als ineffektiv erweisen, können kreative Formen der Kommunikation gegenseitiges Vertrauen aufbauen und somit weiteren Konflikten vorbeugen. Vor diesem Hintergrund etablieren wir ein nachhaltiges Netzwerk zwischen jungen Kulturschaffenden aus (Post-)Konfliktregionen.

Mittels Fortbildungsseminaren und Kurzstipendien richtet sich unser Projekt Creative Peacebuilding auf die Förderung von jungen Kulturschaffenden. Im Rahmen einer offenen Ausschreibung haben wir 15 visuelle Künstler und Fotografen aus Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Russland und Ukraine ausgewählt, um das Thema „Krieg und Flucht“ aufzuarbeiten.

Vom 9. bis 12. September veranstalten wir das Einführungsseminar in Tiflis, unsere Experten unterrichten dabei Projektteilnehmende zum Themenkomplex Creative Peacebuilding. Anschließend statten wir die Projektteilnehmenden mit Stipendien aus, die Aufenthaltskosten während ihrer Kunstresidenzen decken werden. Unsere Partnerorganisationen in Baku, Jerewan, Tiflis, Charkow, Kiew, Woronesch und St. Petersburg werden im September und Oktober vierwöchige Kunstresidenzen durchführen, und die ausgewählten Künstler werden dabei an kreativen Zugängen zu Friedensschaffung und -konsolidierung arbeiten. Im Dezember werden wir in Berlin einen Katalog mit Projektergebnissen präsentieren.

Bereits in 2015 haben wir im Rahmen eines 6-tägigen Workshops in Berlin bei elf Teilnehmern aus Krisenländern ein neues Verständnis von Kunstpolitik geprägt, ihren Blick auf die Möglichkeiten von Kooperation mit Kulturpolitikern geschärft und sie befähigt, künstlerische Mittel zur Freidensschaffung, -Sicherung und -Konsolidierung einzusetzen. Wir gingen den Fragen nach der Beziehung von Kunst, Politik und Gesellschaft in (Post-)Konflikt-Regionen nach und multiplizierten die Erkenntnisse in Charkow und Kiew, Moskau und St. Petersburg, Tiflis, Baku und Eriwan. Wir veranstalteten zwischen dem 17. und 19. Dezember 2015 zwei kreative Workshops in Charkow, beleuchteten den Ukraine-Konflikt und animierten russische und ukrainische Künstler zur friedlichen Zusammenarbeit. Auch das Zentrum für zeitgenössische Kunst in Woronesch multiplizierte die in Berliner Workshops erworbenen Kenntnisse: Ähnlich dem abschließenden runden Tisch in Charkow, fand dort am 22. Dezember 2015 eine öffentliche Diskussion zum Thema „Soziale Rolle der Kunst“ statt. Dabei diskutierten junge Kreative, Sozialpädagogen und Juristen über die Möglichkeiten und Grenzen der politischen Kunst im Friedenskonsolidierungsprozess nach dem russisch-ukrainischen Konflikt.

Das Projekt „Kunst als Brücke zum Dialog in Osteuropa“ wird gefördert von:

Auswärtiges Amt