20.12.2018
NEWS
Rückblick 2018
Im vergangenen Jahr veranstalteten die Dekabristen zahlreiche Seminare zu sozialer Innovation und starteten mehrere große Projekte - sie organisierten das transdisziplinäre Festival Red Square und "Lebende Bücher", besuchten Sibirien und die Karpaten im Rahmen internationaler Freiwilligenaustauschprogramme. Lesen Sie, wie es war.
Am 12. Mai fand auf 6 Bühnen der Kulturfabik Moabit das erste transdisziplinäre Festival Red Square statt. 600 Berliner und Gäste aus Russland und Osteuropa besuchten Lesungen und Performances, Fotoausstellungen und Filmvorführungen, Konzerte und den Designermarkt, beteiligten sich an Diskussionen über die Rolle nationaler Minderheiten in der deutschen Politik und Erinnerungskultur in Polen und Russland und das Familienprogramm mit kreativen Workshops für Kinder.

Das Festival wurde von Dekabristen initiiert und fand in Kooperation mit DRA, Mitost, BVRE und Nemzow-Stiftung statt. An der Vorbereitung nahmen 200 Künstler, Musiker, Experten und Aktivisten aus 10 Ländern Osteuropas teil, darunter: die Minsker Gruppe Trubetskoy (im Bild), Regisseur Vitaly Mansky (Riga), die Journalistin Zhanna Nemtsova (Bonn), der Journalist Mikhail Fishman (Moskau) ), Schriftsteller und DJ Vladimir Kaminer (Berlin), Direktor des Impact Hub Odessa Alexander Slavsky und Leiter der deutsch-russischen Exchange-NGO Stephan Melle (Berlin).

Momentan gibt es eine aktive Vorbereitung auf Red Square 2019. Dieses Jahr wird das Festival am selben Ort stattfinden, jedoch für zwei Tage am 17. und 18. Mai. Wir laden alle herzlich ein, ihre Ideen mitzuteilen und das Festival zu unterstützen - wir warten auf Ihre Ideen unter hello@red-square.berlin.

Wir freuen uns, Sie auf dem Festival zu sehen! Besuchen Sie http://red-square.berlin/de/2019 und abonnieren Sie die Newsletter- und Festival-Seite auf Facebook.
Für die Berliner Schule für soziale Innovation war das Jahr 2018 besonders mit Ereignissen gefüllt. SOIN-Programme zielen auf die Förderung innovativer nichtkommerzieller Projekte und die Schulung aktiver Bürger aus Belarus, der Republik Moldau, Russland und der Ukraine im Bereich soziales Unternehmertum. Über 300 Teilnehmer, Trainer und Experten nahmen an Inkubator-Programmen für soziale Innovationen teil - Innovate 4 Change und Sustainable Development Lab. In Seminaren, Schulungen und Bildungsreisen in Berlin, St. Petersburg, Moskau, Odessa, Kiew, Minsk, Gomel und Ryzhkova besprochen die Teilnehmer Sie diskutierten Ansätze für Inklusion, Integration, LGBT-Rechte und nachhaltige Entwicklung und entwickelten neue Strategien für Ihre Projekte, u.a. WM Diversity House (St.Petersburg), Illuminator.info (Moskau), Sustainable Fashion for Moldova (Chișinău), NEED - Animation Studio (Kiew).

Verfolgen Sie die Neuigkeiten auf der Website. Call für die 2019-Programme ist bereits offen, darunter der 9-monatige SDG Accelerator, bei dem erfahrene Sozialunternehmer aus Deutschland und Osteuropa ein bilaterales Projekt entwickeln und auf dem Social Innovation Summit in Stuttgart vorstellen werden.
Im August gingen 36 Freiwillige aus 7 Ländern an den Baikalsee, um mehr über die Umweltsituation in der Region zu erfahren und die Arbeit lokaler Organisationen zu unterstützen. Im Rahmen des Projekts Baikal Calling bauten die Teilnehmenden an einem Wanderweg mit, konstruierten eine neue Brücke, lernten zusammen mit Greenpeace, wie man Waldbrände bekämpft, halfen dem Avatar-Entwicklungszentrum für Kinder mit Behinderungen und sammelten Material zu Ökologie, Burjatien-Kultur und Migration in der Region. Ein Highlight des Projekts war die Digitalisierung von Wanderwegen rund um den Baikalsee. Auf unserer Website finden Sie eine interaktive Karte und nützliche Informationen zu den Routen, auch auf Englisch.

Der zweite Teil des Programms im Jahr 2018 war das Projekt Carpathians Calling, bei dem 20 Freiwilligemit zwei Reserveteams zusammenarbeiteten, die Umweltsituation in den ukrainischen Karpaten untersuchten und versuchten, nachhaltige Lösungen zu finden. Die Ergebnisse des Projekts und die Zukunftspläne der Teilnehmer wurden in Kiew, Brest und auf der Freiwilligentagung in Augsburg vorgestellt.

Das Programm International Volunteer Exchange soll zur Stärkung lokaler Akteure und Zivilgesellschaft, Vermittlung der Werte des verantwortlichen Tourismus und Ehrenamts beitragen und ein internationales Netzwerk von Freiwilligen schaffen. Im vergangenen Jahr haben sich 56 Teilnehmer aus zwei Projekten und 20 Experten aus acht Organisationen der Zivilgesellschaft aus Deutschland, Weißrussland, Moldawien, Russland und der Ukraine dem internationalen Netzwerk von Freiwilligen angeschlossen. Basierend auf den Pilotprojekten im Jahr 2018 wurden vier neue Austauschprogramme für 2019 entwickelt.
Am 30.Oktober fand die Aktion Words in Action - Frage "Lebendes Buch" an der Freien Universität Berlin sowie online auf der Plattform humanpoint.org statt. Fünf WissenschaftlerInnen und in anderen Bereichen tätige Sozial- und GeisteswissenschaftlerInnen beantworteten Fragen von Jugendlichen, Studierenden und Interessierten.

Unsere City Map führt Euch durch das russische Berlin - seine Bars, Clubs, Restaurants aber auch soziale Zentren, Denkmäler und religiöse Einrichtungen. Die Karte wird demnächst interaktiv. Wir würden uns über neue Ideen für die Karte, Fragen und Anregungen im Feedback-Formular sehr freuen.
In 2018 hat Andrej Novak den Vorstand verlassen. Sergey Medvedev, Alexander Formozov und Tatjana Nagorski wurden zum neuen Vorstand wieder gewählt. Unser Team besteht aus vier MitarbeiterInnen im Berliner Büro und sechs Projektkoordinatoren in vier Ländern. Ab März suchen wir Verstärkung für Projektleitung im Bereich Austausch- und Capacity-Building-Programme - die Ausschreibung mit Details erscheint bald. Man kann sich bei Interesse schon jetzt per Email an vorstand@dekabristen.org mit Initiativbewerbungen melden.