Kreativität, die Gesellschaft stärkt – SOIN School in Kiew

Kreativwirtschaft stärkt Zivilgesellschaft. Die Paneldiscussion mit Experten und Sozialunternehmern im Kiewer „Chasopys EduSpace“ hat das in einer eindrucksvollen Reihe an Projekten gezeigt. Vom 19.-20. August fand dort eine Workshop Serie zu Perspektiven der europäischen Zusammenarbeit im Rahmen von Sozialunternehmertum statt.

Dominka Szyszko, Sozialunternehmerin aus Berlin, zeigte das Projekt „Querstadtein –Berlin anders sehen“, ein gutes Beispiel für eine kleine Initiative, die mit alternativen Touren durch Berlin Brücken zwischen Bürgern der Stadt baut. Ehemals Obdachlose und neuangekommene aus Syrien eröffnen ihre Perspektiven. Die ukrainische Sozialunternehmerin Svitlana Bovkun stelle das Projekt „Kyiv Maker Faire“ vor. Das Projekt eröffnet Jugendlichen neue Perspektiven und fördert ihre Kreativität. Iryna Solovey präsentierte die größte Crowdfunding Plattform der Ukraine „Welika ideja“, übersetzt „großartige Idee“ sowie das Medienprojekt „Kod Mista“, das sich mit der Entwicklung neuer Lebensgemeinschaften und Lebensstile in den Regionen der Ukraine nach dem Maidan auseinandersetzt. Sergey Medvedev, Gründer und Projektmanager der School of Social Innovation, zeichnete die Entwicklung des Sozialunternehmertums in Deutschland nach. Anhand des Projekts mimicry berichtete er wie die Kreativwirtschaft und Sozialunternehmer auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen im Zusammenhang mit Fremdenfeindlichkeit reagieren und welche Projektansätze entwickelt wurden, um die Integration von Geflüchteten zu stärken. Alena Kalibaba, ursprünglich tätig im Bereich von ukrainischen IT Startups, machte auf ein Training für junge Aktivist_innen und Sozialunternehmer aufmerksam, das 2018 stattfinden soll (Informationen dazu folgen!). Projektpartner dieser Veranstaltung, Impact Hub Odessa, Oleksandr Slavskyi stelle zum Abschluss ein besonderes Portrait seiner Stadt vor. Es zeigt wie sich seit 2013 die Beziehung der Bewohner Odessas zu ihrer Stadt verändert hat. Im neuen Impact Guide Odessa sind darüber hinaus Wegweiser zu neuen Galerien, außergewöhnlichen öffentlichen Orten, Festivals und zum Grünen Open Air Theater der Schwarzmeermetropole zu finden.

Die Paneldiscussion richtete sich an rund 20 Teilnehmer aus der Süd-, West- und Ostukraine, die im Rahmen des intensiven zweitägigen Seminars die Möglichkeit hatten ihre eigenen Konzepte für nachhaltiges Sozialunternehmertum zu entwickeln.

Die Veranstalter bedanken sich für die großartige Zusammenarbeit mit Olya Zahorodna und Sascha Levyschenko vom Chasopys-Team sowie für die Unterstützung von Daniel Lissner von der Deutschen Botschaft in Kiew. Nicht zuletzt vielen Dank an Adrij Fedotov, unseren Koordinator vor Ort.