Kreativwirtschaft in Belarus

Im weißrussischen Brest, etwa 5 km von der EU-Grenze entfernt, präsentierten und erarbeiten am 31. August 2017 über 20 Teilnehmer Konzepte für nachhaltige Kreativwirtschaft in Belarus. Im Kulturzentrum „Krylja Holopa“ ging es dabei auch um das Potenzial und Zukunftsperspektiven für die Kreativwirtschaft und ihren Beitrag zur Förderung der Zivilgesellschaft.

Experten aus Minsk und Berlin sowie erfolgreiche Projekte aus der lokalen Kunstszene stellen sich vor. Darunter auch Valentina Kiseljowa, die seit einigen Jahren in Minsk einen Anziehungspunkt für Kreative in der Galerie «Ў» geschaffen hat. In der Gründungsphase waren Sponsoren aus der Wirtschaft maßgeblich für die Entwicklung des Ausstellungszentrums. Inzwischen bietet die Organisation eine breite Palette an Angeboten vom klassischen Kunst- und Designhandel über kreative Veranstaltungen. Das galerieeigene Café ist zu einem wichtigen Knotenpunkt für die lokale Künstlerszene geworden.

Für die belarussischen Kreativen ging es nach dem Experten-Input erst einmal darum, in einer Workshop-Reihe Anregungen dafür zu sammeln wie ihre eigene Projektidee aussehen könnte, wie diese Ideen Struktur gewinnen und realisierungsfähig werden können. Aufgrund der Ergebnisse aus der Workshop-Reihe erhielten die fünf besten Teilnehmerideen die Möglichkeit ihre Projekte im SOIN Accelerator-Programm weiterzuentwickeln. Ziel des Accelorator Programms ist es, die Projekte für die Realisierungsphase vorzubereiten, indem Teilnehmer ihre Geschäftsidee, Zielgruppe und Produktstrategie für die Präsentation vor Experten und potenziellen Investoren herausarbeiten.

Das Seminar wurde vom Auswärtigen Amt unterstützt. Für die Vorbereitung und Umsetzung bedanken wir uns bei ODB Brussels – unserem Projektpartner in Belarus.