Filmfestival dokumentART 2014 | 10. – 14.10.2014 in Neubrandenburg

Die 23. dokumentART – European Filmfestival for Documentaries

findet vom 10. – 14.10.2014 in Neubrandenburg statt. Gezeigt werden aktuelle europäische Dokumentarfilme zwischen traditionellen und experimentellen Formaten.

Einmal im Jahr trifft sich in Neubrandenburg die innovative Dokumentarfilmszene Europas. Gezeigt werden Filme, die sich mit Veränderungsprozessen in der Realität auseinandersetzen und im Spannungsfeld zwischen Tradition und Avantgarde die Szenen des Genres ausloten. Herzstück des Festivals ist der europäische Wettbewerb, in dem sich 40 Filme, ausgewählt aus 602 Einreichungen, um den Hauptpreis „Latücht“ bewerben. Weitere Programme sind der „Ostblock“ und die Präsentation einer europäischen Filmhochschule.

In der Sektion„Ostblock“  werden am 14.10. Filme gezeigt, die aus dem Leben der osteuropäischen Provinz berichten, Filme über Menschen, die Schwierigkeiten in ihrem Leben mit Humor bewältigen. Darüber hinaus sind mehrere Filme aus Belarus, Russland und Ukraine im Wettbewerb zu sehen. Im Anschluss an die Sektion Ostblock findet eine Diskussion statt, die sich der schwierigen Situation der Dokumentarfilmemacher in Russland und der Ukraine widmet:

Russland, Ukraine – Überlebensstrategien des Dokumentarfilmemachers

Die veränderte politische Realität in Russland und Ukraine hinterlässt auch in der Kultur ihre Spuren. Festivalleiterin Heleen Gerritsen lädt zum Gespräch mit russischen und ukrainischen Filmemachern der diesjährigen dokART ein. Darunter Alina Rudnitskaja (Krov), Ira Kormannshaus (Moderation), Roman Bondarchuk (Café Vojage), Alexander Markov (Internationale Jury) und andere. Lange Zeit konnten Dokumentarfilmemacher in Russland ungehindert und mit staatlicher Finanzierung ihre Werke produzieren. Doch seit den Entwicklungen in Ukraine hat die Lage sich geändert. Verschiedene Zensurmaßnahmen wurden genommen und die kulturelle Elite Russlands scheint über die Ukraine-Frage sehr gespalten zu sein. Wie hat das Verhältnis zwischen russischen und ukrainischen Filmemachern sich seit dem Regierungswechsel in Kiew und der Annexion der Krim sich verändert? Es gibt unter Dokumentarfilmemachern eine starke Solidaritätsbewegung – wie ist diese organisiert und welche Initiativen gibt es? Welche Folgen hat der Regierungswechsel für ukrainische Filmemacher? Sind Ko-Produktionen mit Westeuropa eine Alternative für die wegbrechende Finanzierung?

Termin: Dienstag 14 Oktober, 14:30 Uhr   Ort: Kino Latücht

 

Hier können Sie sich das Programm für die 23. dokumentArt 2014 auch herunterladen:

Programm zum Download

 

Filmauswahl Ostblock:

Sleeping Souls (Les âmes dormantes)

D: Alexander Abaturov, CI: Artyom Petrov, ED: Luc Forveille
FRAU 2013, OwE, 52‘

Kudryavka, little Ball of Fur (Kurdrjavka – Pikku Kippura)

D, ED, CI: Risto-Pekka Blom
FIN 2013, OwE, 5‘, WO PR

Fear – Reconstruction (Rekonstruktsiya Strakhov)

D, ED: Evgeny Khovaev, CI: Svetlana Makarova
RUS 2013, OwE, 37‘

 

Filmauswahl Wettbewerb:

Almaz

D: ED: CI: Victor Asliuk, CI: Ivan Hancharuk
BLR 2013, OwE, 30′, INT PR

Blood (Krov)

D: Alina Rudnitskaya, ED: Sergei Vinokurov, Alina Rudnitskaya,
CI: Alexander Filippov, Sergei Maksimov,Alexander Demanenko, Jura Gautzel
RUS 2013, OwE, 59‘

Cafe Voyage

D, ED, CI: Roman Bondarchuk
UKR 2013, OwE, 12‘, INT PR

Olga – To My Friends

D: Paul-Anders Simma, CI: Elen Lotman, ED: Anders Teigen
FIN/NOR/SWE 2013, OwE, 58‘

Zima

D, ED: Cristina Picchi, CI: Saulius Lukoševičius
RUS 2013, OwE, 11‘