Podiumsdiskussion: Kriegspartie? Strategien Russlands im Ukraine-Konflikt

Podiumsdiskussion mit:
Alexander Morozov, Chefredakteur von Russkij Journal (Moskau)
Prof. Hans-Henning Schröder, Chefredakteur von Russland-Analysen

Seit einem Jahr dauert der Krieg in der Ostukraine an, der Tausende Tote und mehr als eine Million Flüchtlinge gefordert hat. Zahlreiche Bemühungen internationaler Akteure trugen meistens lediglich zur vorübergehenden Waffenruhe bei, die in kurzer Zeit durch Artilleriebeschüsse und erbitterte Gefechte unterbrochen wurde. Das Friedensabkommen Minsk I konnte zur langfristige Lösung des Konflikts kaum beitragen. Auch die im Rahmen des Minsk II erzielten Vereinbarungen zur Waffenruhe drohen zu scheitern. Die prorussischen Aufständischen der sogenannten Volksrepubliken DNR und LNR beschuldigen die ukrainische Seite wegen der Eskalation der Lage an der Front und Beschlüsse von zivilen Objekten. Kiew weißt solche Anschuldigungen zurück und ermahnt die Verantwortung Moskaus für die Verschärfung der Situation durch die Ausrüstung der Separatisten mit Waffen und Munition und die Beteiligung von Tausenden regulärer russischer Truppen im Donbass. Der russische Präsident Vladimir Putin spricht hingegen über eine „ausländische NATO-Legion“, die neben der ukrainischen Armee an Kriegshandlungen beteiligt sein soll. Angesichts völlig unterschiedlicher Positionen und gegenseitiger Anschuldigungen ist der Dialog zwischen Russland, der Ukraine und der EU ins Stocken geraten.
Auf welche Kompromisse sollen sich alle Seiten des Konflikts einstellen, um den Krieg in der Ostukraine zu beenden? Welche Strategien verfolgt Russland im Konflikt? Geht es nur um den Krieg in der Ukraine? Ist Europa in der Lage, die Sprache, die der russische Präsident heute benutzt, zu verstehen? Diesen Fragen gehen wir in der Podiumsdiskussion nach.

Wann: 18. März 2014, 19 Uhr
Wo: Festsaal des Theologischen Konviktes in Borsigstr. 5, 10115 Berlin-Mitte (2. Hinterhof links)

Moderation: Dr. Sergey Lagodinsky, Referatsleiter für EU/Nordamerika der Heinrich-Böll-Stiftung
Die Veranstaltung ist öffentlich.
Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: iDecembrists e.V. – Aktions- und Informationsnetzwerk für Menschenrechte in Osteuropa.